TWIKE Klub
   

Wave Trophy 2014 - Anreise des Tele 1 Teams

Bericht von Ralph Schnyder

Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb in allen Formen, da ist man sich recht einig. Daher fahren an der Wave vom E-Bike bis zum Tesla und Kleinbus alle mit. Wir berichten hier in lockerer Reihenfolge nicht nur über die Grosse Fahrt, sondern auch über dies und jedes interessante Details und offensichtliche Zusammenhänge, die man gerne übersieht.

Mi 28.5.2014
Die Wave Trophy beginnt am Samstag, die Anreise mit dem Tele 1 Team ist schon am Mittwoch Nachmittag. Treffpunkt Baden war nicht ganz so einfach. Viel Verkehr und dann die Typ 2 Steckdose, welche nur ein Klickkonzert mit dem Ford macht, aber keinen Strom liefert, machen eine spontane Änderung der Planung notwendig. Die blauen CEE und T13 Steckdosen an den anderen Ladesäulen wären für das TWIKE ok, aber beim Ford, der doppelt so viel Energie braucht und die halbe Reichweite hat, nützen 10 A Ladestrom nicht viel.

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Nächstes Zwischenziel daher: OBI in Tiengen, wo es ausreichend Typ 2 Steckdosen haben sollte gemäss LEMnet. Tatsächlich, es passt. Beim Kundendienst gibt es kostenlos eine RFID Karte und schon laden die beiden Stromer fröhlich den frischen Strom (aus dem AKW Leibstadt nebenan?).

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Eine Stunde später sind die Akkus wieder voll.

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Die persönlichen Team T-Shirts werden verteilt.

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Trotz eines Regenschauers filmt Tobi hier die Szenen für den aktuellen Tagesbericht. Auch das mitgebrachte, neue LED Matrix-Display wird ruck-zuck unter genauer Beobachtung der Kamera ins TWIKE montiert.

>>> Tele 1 Bericht Anreise
Viel Stau durch Waldshut und dann im Lastwagenkonvoi das Wutachtal hinauf Richtung Trossingen. Dafür belohnt uns ein wunderbarer Sonnenuntergang über dem Schwarzwald.

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Kurz vor Dunkelheit erreichen wir das Naturfreundehaus. Die Stromkuh im Garten wird installiert und beide Fahrzeuge tanken mit gemütlichen 8 A auf. Ladeende wird rund 5 h morgens sein.

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Die erste Tagesetappe:

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Das TWIKE hat heute über 200 km gemacht und 12,7 kWh verbraucht (ab Akku), was 62 Wh pro km ergibt. Die Höhenmeter und die Vollgasfahrt das Wutachtal hinauf hinter den Lastwagen her führten zu dem recht hohen Verbrauch.

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Der Ford hat 158 km drauf und 21.1 kWh dafür gebraucht. Das gibt 134 Wh/km, was ein beachtlich tiefer Verbrauch ist, für das doch recht gewichtige (2'080 kg Gesamtgewicht) Fahrzeug.

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Danach gibt es erst mal ein leckeres Weissbier im Naturfreundehaus.

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Dann kann die Arbeit losgehen: Im mobilen Fernsehstudio werden die Aufnahmen des Tages von Tobi und Oliver zusammengefasst in einen Beitrag von wenigen Minuten.

>>> Tele 1 Bericht Anreise



Do 30.5.2014: Abstecher nach Koblenz zur Pre-Opening der Wave


Das Pre-Opening (was auch immer das sein mag) findet in Koblenz statt. Eine Gelegenheit, um eine Stadt kennen zu lernen, die man eigentlich schon kennen sollte. Wo Vater Rhein und Mutter Mosel sich vereinen, gibt es eine Seilbahn über den Rhein.

Wir fahren zuerst mit den Autos nach Leonberg bei Stuttgart. Unterwegs in Rottweil, zu früher Morgenstunde, halten wir in der Königsallee auf der Suche nach einer guten Datenverbindung.

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In der Heckklappe des Fords wird das Kommunikationszentrum aufgebaut. Vom Laptop über Bluetooth aufs iPhone werden die Daten des gestrigen Beitrages nach Luzern übermittelt mit 400 kB/s. Es reicht nur für den ersten Teil.

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Pünktlich wie eine Schweizer Uhr sind wir um 10.30h in Leonberg bei Stuttgart.

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De Fahrzeuge parkieren wir auf dem Areal der Hochschule in Leonberg, stecken sie ein zum laden, beziehen die Zimmer im Studentenheim und reisen per Bahn nach Koblenz weiter (4 h Fahrt).
Im Bahnhofsrestaurant schaffen wir es in letzter Minute noch die restlichen 530 MB des Beitrages hochzuladen.

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In Koblenz sind wir zur Ansprache des Oberbrügermeisters auf dem Ratshausplatz. Was der Österreichische Elektroroadster in Koblenz macht, erfahren wir in der Rede.

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Die Firma Doppelmayr, welche den Roadster gebaut hat, hatte auch für die Buga (Bundesgartenschau 2011) die markante Seilbahn gebaut und betreibt sie nun in eigener Regie weiter, nachdem die Bevölkerung diese, ursprünglich als 3-jähriges Provisorium geplante Attraktion, nicht mehr vermissen möchte.

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Eine kleine Parade mit Twizzys, Tesla und E-Bikes führt unter Polizeischutz durch die Altstadt auf Festung auf der rechten Flussseite.

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Auch der BMW i3 rollt noch auf die Bühne - mächtiger als man denkt, vor allem im Vergleich zum Twizzy.


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E-Bikes und Roller passen in die Seilbahn und geniessen den kurzen Flug über den Kanal.

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Von oben sieht man den regen Frachtverkehr auf dem Rhein. Obwohl die Schiffe alle mit Diesel fahren, sind sie fast geräusch- und geruchlos; im Gegensatz zur elektrischen Bahnlinie, die auf beiden Uferseiten dem Rhein entlang geht. Die Güterwagen machen Tag und Nacht so viel Lärm, dass die touristische Attraktivität des Rheines dadurch massiv in Frage gestellt wird. Die rasselnden Kesselwagen rauben den Anwohnern und Holländischen Reisenden den Schlaf. Auch die Lorelei hört man offenbar gar nicht mehr singen vom berühmten Felsen.

Man merke: Mit Elektroantrieb kann man vielleicht ein Problem lösen, aber die anderen Faktoren wie Lärm und Platzbedarf sind damit nicht automatisch auch gelöst.

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Da hat die (natürlich elektrisch angetriebene) Seilbahn die Punkte für sich: Sie macht keinen Lärm und braucht nur ganz wenig von dem Platz, der sonst den Kormoranen, Tauben oder anderen Vögeln vorbehalten wäre. Eine durchaus effiziente, sehr günstige und damit nachhaltige Mobilitätsform. In den Bergen sind ja Seilbahnen schon lange üblich (werden jedoch für den alpinen Güterverkehr immer mehr vom Helikopter verdrängt), in der Stadt ist die hängende Gondel noch eher ungewohnt.

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Die Elektroautos sind soeben auch angekommen. Viel schneller ist die Seilbahn offenbar auch nicht als die Strasse.

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Die Fahrzeuge werden auf der grünen Wiese wieder als Stehzeuge präsentiert und bestaunt.

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Vor der Kulisse der mittelalterlichen Zeltstadt moderiert Oliver den Tagesbeitrag an.

Beim Apéro ergibt sich die Gelegenheit mir Ralf Hofmann von der Firma Görlitz zurück in die Stadt zu fahren. Kamera, Stativ und alles andere Gepäck passen neben uns locker in den Tesla S. Der Kofferraum vorne bleibt sogar noch leer. Gegenüber dem ersten Roadstar hat Tesla da geniale Arbeit geleistet. Irgendwie stimmt alles, eine elegante Limousine, beste Aerodynamik, enorme Fahrleistungen und keine Kompromisse wie beim anderen Elektroautos (z.B. die Batteriekiste hinter der Sitzbank beim Ford).

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Wir fühlen uns so richtig gehobene Klasse, als wir mit dem schwarzen Tesla vor dem Hotel vorfahren.

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Das Abendprogramm heisst wieder essen, schneiden und übermitteln. Das Leben als Kameramannschaft ist hart. Dank WLAN im Hotel geht die Übermittlung aber einiges flotter.



>>> Tagesbeitrag Tele 1

>>> 2. Teil Stuttgart nach Konstanz


Heidi in den Sufner Bergen

Unser Klub-Mitglied Thomas Lechner im Bericht der Berner Zeitung mit Bundesrätin Sommaruga und über den neuen Heidi-Film, der in seinem Dorf Sufers gedreht wird.
>>> zum Bericht

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