TWIKE Klub
   

Stopp Offroader Initiative

Mit dieser Seite möchte ich einen Beitrag zur Diskussion über die "Stopp Offroader Initiative" leisten. Der TWIKE Klub als Verein verhält sich politisch neutral und hat keine offizielle Meinung. Eine sachliche Diskussion zu Mobilitätsthemen ist aber ein Interesse des Klubs. Falls Sie ihre Meinung kundtun möchten, benutzen Sie bitte das Forum.

Michael Schoch, Vorstand TWIKE Klub


Am 25. August 2008 haben die Jungen Grünen Schweiz die "Stopp Offroader" Initiative in Bern eingereicht. Die Initiative fordert ein Importverbot für Fahrzeuge die schwerer als 2.2 Tonnen sind oder mehr als 250g CO2 ausstossen pro Kilometer (= 11 Liter Benzin/100km). An forderster Front mit dabei bei der Einreichung in Bern waren 4 TWIKE aus der Region. (Siehe dazu den Beitrag der Tagesschau unten).

Das Ziel der Initiative ist die Effizienz und Sicherheit im Verkehr zu steigern und dem Aufrüsten einen Riegel zu schieben. Es geht nicht darum, Autofahren zu verbieten. Die Tatsache aber, dass vor allem Menschen aus den Städten immer grössere und schwerere Fahrzeuge kaufen, führt zu einer laufenden Zunahme des Benzinverbrauches und deutlichen Nachteilen für kleine Fahrzeuge (wie auch ein Crashtest des TCS bewiesen hat) und vor allem Velofahrer, Fussgänger und Kinder. Die Verletzungen von Kindern sind gemäss Studien der Versicherungen bei einem Offroader schwerwiegender als bei einem Kleinwagen mit gut designter Frontpartie. Die Folge dieser Situation ist, dass gerade besorgte Mütter in Städten ihre Kinder vermehrt mit einem SUV zur Schule fahren (um ihnen die grösstmögliche Sicherheit zu bieten), dabei aber zu einer Gefahr werden für alle Kinder, die zu Fuss oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen.

Die Initiative will die Zulassungsvorschriften für Motorfahrzeuge mit einer vernünftigen Obergrenze ergänzen. Damit die freie Wahl des Verkehrsmittels weiterhin möglich ist. Als TWIKE Fahrer kennen wir die Frage nach der Sicherheit unserers Kleinfahrzeuges ja zur Genüge. Wenn wir also mehr TWIKE und andere zukunftsfähige Fahrzeuge auf den Strassen wollen, müssen wir die Stopp Offroader Initiative unterstützen.

Dass die Initiative ein emotionales Thema anspricht beweist die Tatsache, dass sich bereits mehrere Gegenkomitees gegründet haben. Unter anderem wurde die ehemalige Autopartei aus ihrem Schönheitsschlaf geweckt. Auch der Verband der Autoimporteure wehrt sich mit wirtschaftlichen Argumenten gegen die Vorlage. Mit einem Blick auf die Gesamtwirtschaft sind diese aber falsch.
Wenn Autofirmen mit durstigen Wagen unter der neuen Gesetzgebung leiden werden, wird es andere schlaue Hersteller (wie z.B. FINE Mobile) geben, welche bereits heute vernünftige Wagen im Angebot haben. Supersportler wie der Tesla oder das clevere Fahrzeug von mindset stehen bereits in der Poleposition um auch Vermögende und Beschleunigungsgeile zu befriedigen.

Das Initiativkomitee bereitet sich also auf einen harten Abstimmungskampf vor und ist auf jegliche Formen der Unterstützung angewiesen. Wichtig ist dabei, dass wir alle die vernünftigen und auf die Zukunft ausgerichteten Argumente in die Gesellschaft tragen!

Links zum Thema:

Initiativkomitee
Gegenkomitee

Gross gegen Klein, TCS Crashtest
Fiat 500 gegen Audio Q7 Fazit: Der Partnerschutz muss verbessert werden.

Fussgänerschutz, ADAC Tests
Knautschzone Mensch-PKW Fazit: Geringe Fortschritte beim Fussgängerschutz
Knautschzone Mensch-Geländewagen Fazit: Inakzeptabler Fussgängerschutz

Einreichung der Stopp Offroader Initiative in Bern



Crashtest TCS, Gross gegen Klein



Informationen zusammengestellt von Michael Schoch.
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